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Schule Macht Oper: Großer Rummel um einen versteckten Zaren

Datum:10. June 2007
Zeitung:Dürener Nachrichten

 

Bühnenchor und Sinfonieorchester der Cappella Villa Duria unter Leitung von Johannes Esser präsentieren "Zar und Zimmermann". Die von Astrid Michels geleitete Musiktheater-AG des Stiftischen Gymnasiums kommt groß raus.

Düren. Selten ist die Bühne im Haus der Stadt so voll gewesen. Selten wird eine Oper in dieser Räumlichkeit aufgeführt. Und selten besucht ein Zar die Stadt Düren. Diese besonderen Begebenheiten aber traten bei bei der Vorführung von Lortzings "Zar und Zimmermann", die als eine "komische Oper" beschrieben wird, ein.

Dafür, dass dieser Begriff auch gerechtfertigt ist, sorgten der Bühnenchor und das Sinfonieorchester der Capella Villa Duria unter Leitung von Johannes Esser, sowie die von der Lehrerin Astrid Michels geleitete Musiktheater-AG des Stiftischen Gymnasiums. Das Publikum wurde von den rund 80 Schauspielern und Musikern sowohl komödiantisch als auch musikalisch bestens unterhalten und spendete enormen Applaus.

Schon am Anfang des Abends gab die sehr ausdrucksstark gespielte Ouvertüre einen Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf des Stückes. Denn sowohl die Sänger als auch die Schauspieler (jede Hauptrolle des Tückes war einmal musikalisches und einmal schauspielerisch besetzt) präsentierten ihre Charaktere sehr ausdrucksstark.

Egal, ob der staatsmännische und berechnende Zar, der in den Niederlanden unter falschem Namen die Schiffsbaukunst erlernen möchte und wegen Problmen in der Heimet zurückreisen muss, sein Namensvetter Peter Iwanow, der als Deserteur aus Russland geflüchtet ist und mit dem Zaren verwechselt wird, oder der wichtigtuerische aber einfältige Bürgermeister van Bett, der mit dem großen Rummel um den versteckten Zaren in seiner Stadt nicht zurecht kommt: Die Verwirrungen, die zwischen französischen, holländischen und englischen Abgesandten durch die Suche nach dem echten Zaren entstehen, wurden den Zuschauern mit viel schauspielerischer und gesanglicher Kunst näher gebracht.

Es war beachtlich, wie die Schüler und die Musiker trotz Problemen mit wechselenden Besetzungen und kurzer Probenzeit im Vorfeld den gelungenen Abend sehr harmonisch gestalteten und ihr Publikum begeisterten.

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