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Burgauer Schlosskonzert: Tänzerisch leicht, polyphon ernst

| Datum: | 13. March 2008 |
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| Zeitung: | Dürener Zeitung |
Beim Burgauer Schlosskonzert entzünden die Blockflötistinnen Ines Rasbach und Tomma Wessel ein wahres Feuerwerk „alter Musik". Cembalist Guy Penson sorgt für die begleitende Bassstimme.
Von Anne Koizlik
Wer die Blockflöte für ein Anfänger-Instrument hält, wurde beim Burgauer Schlosskonzert eines Besseren belehrt: Das Ensemble Apsara - zwei ausgezeichnete Blockflötistinnen und ein eben solcher Cembalist - erbrachten den Beweis, dass dieses Holzblasinstrument hochrangig konzertant gespielt werden kann. Die Spezialisten für „Alte Musik" erfreuten mit Paradestücken des 17. und 18. Jahrhunderts. und gestalteten damit einen Kammermusik-Abend der besonderen Art.
Die Blockflötistinnen überzeugten mit einem hohen Grad an instrumentalem Können. Da stimmte alles: Tonbildung, Klang, Haltung und Griffweise. Tänzerische Leichtigkeit verband sich mit polyphonem Ernst. Dabei reizte das Duo die Möglichkeiten der Blockflöte - in den Lagen Sopran, Alt, Tenor - voll aus. Die begleitende Bassstimme („Basso continuo") wurde vorn Cembalisten überzeugend gespielt.
Ein wahres Feuerwerk wurde mit Werken von Johann Sebastian Bach eröffnet. Bei der Orgeltriosonate (BWV 520) handelte es sich um eine Bearbeitung für zwei Blockflöten und Cembalo. Die Altblockflöte, die als das beweglichste und klangschönste Instrument der Blockflöten-Familie gilt, kamzum Beispiel bei der Bach-Sonate (BWV 1034) zum Züge, die ursprünglich für die Traversflöte bestimmt ist. Der Bach-Teil des Programms wurde durch ein kleines, spielerisches „Präludium und Fuge" (BWV 884) am Cembalo wirkungsvoll ergänzt.
Nach der Pause standen Werke der französischen Komponisten Jacques Hotteterre und Jean Marie Leclair auf dem Programm. Hierbei überzeugte das Trio mit der geforderten Akkuratesse.
Die relativ unbekannten Italiener Francesco Turini, Giovanni Picchi und Marco Uccellini wurden stilvoll mit einer Art von singender Artikulation dargestellt. Nicht umsonst bezeichnen die Italiener die Blockflöte als „süße Flöte".
Die Zuhörer im ausverkauften Konzertsaal spendeten großen Beifall und erhielten als Zugabe ein Stück von Leclair. Die Ausführenden waren: Ines Rasbach (Blockflöte), Tomma Wessel (Blockflöte) und Guy Penson (Cembalo).
Das besondere Interesse des Publikums galt Ines Rasbach: Sie ist eine Altschülerin der Dürener Musikschule. „Wir sind sehr stolz auf sie. Sie ist eine Schülerin von Rainer Lehmbruck", sagte auf Anfrage Johannes Esser - Leiter der Schule und der Cappella Villa Duria - über die Elevin von einst, die inzwischen hohen Auszeichnungen erhalten hat.
