Presse
Feine Klänge, die perfekt auf das Fest einstimmen

| Datum: | 14. December 2011 |
|---|---|
| Zeitung: | Dürener Zeitung |
Johannes Esser, Eva Bauchmüller, Wolfgang Tombeux (von links) begeisterten beim traditionellen Weihnachtskonzert der „Cappella Villa Duria". Foto: Julian Loevenich.
Düren. Kaltes Wetter und ein warmes, freundliches Haus der Stadt waren optimale Bedingungen für das Weihnachtskonzert der Cappella Villa Duria (CVD). Und in der Tat: Sinfonieorchester, Chor und Solisten präsentierten unter der Leitung von Johannes Esser vor vollem Konzertsaal ein interessantes Programm.
Das Konzert begann mit der „Ouvertüre op. 101" („Trompeten-Ouvertüre") von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die durch die Moderation von Gisela Hagenau eine Persönlichkeit erhielt, die normalerweise beim Durchblättern des Programmheftes überlesen wird. „Mit nur 16 Jahren schrieb Mendelssohn 1825 die Ouvertüre", erklärte Hagenau und das, was erklang, waren stakkatoartige Phrasen der Bläser, die sich mit dem weichen Spiel der Geigen abwechselten und somit die klangliche Farbvielfalt, so wie das Gesamtzusammenspiel des Orchesters auf einem hohen Niveau demonstrierten. Auf eine beeindruckende Weise zeigte sich auch Faiq, ein Geiger aus Aserbaidschan, der das Konzert als Solist bei Mozarts „Konzert für Violine und Orchester in A-Dur" bereicherte. 1963 in Baku geboren, am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, studiert, spielte Faiq schon Solokonzerte mit großen Orchestern. Ein langes Vorspiel der Streicher bei dem Mozartkonzert breitete sich im Saal aus und bereitete den Weg für Faiq, der samtweich einsetzte und sich immer wieder in traumhaften Kadenzen, charakterisiert durch ein leidenschaftliches und freies Spiel verlor. Auch waren die Einsätze mit dem Orchester gelungen und zeugten von einem präzisen Zusammenspiel.
Im zweiten Teil des Abends folgte der besinnliche Aspekt des Konzertes. Mit Mendelssohn-Bartholdys „Vom Himmel hoch - Choralkantate über Luthers Weihnachtslied" wurde das Publikum in vorweihnachtliche Stimmung gehüllt und von den Stimmen Wolfgang Tombeuxs (Bariton), Eva Bauchmüllers (Sopran) sowie dem Chor begleitet. Für einen ruhigen Moment sorgte „Air" von Bach, ein Stück, das die Streicher für sich sprechen ließen und die Fantasie anregte. Am Ende animierte Johannes Esser die Zuhörer zum Singen. „O du fröhliche" und „Engel auf den Feldern singen" ließen einen gelungen Abend der CVD ausklingen, (jul)
