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Neujahrskonzert: Klassische Klänge blühen mit stilsicherer Leichtigkeit auf

Datum:15. January 2008
Zeitung:Dürener Zeitung
Neujahrskonzert der „Cappella". Anguelina Abadjieva glänzt mit der Geige.

Von Anne Koizlik

Mit Mut und Zuversicht ins Jahr 2008: Das war die klingen­de Botschaft des traditionellen Neujahrskonzerts, zu dem die „Cappella Villa Duria" Sonntag­abend ins ausverkaufte Haus der Stadt eingeladen hatte. Unter der Leitung von Johannes Esser wurde eine beschwingte und mitreißen­de Klassik geboten. Für solisti­schen Geigen-Glanz sorgte Angue­lina Abadjieva.

Begrüßt wurden die Zuhörer von Dr. Gisela Hagenau. Sie wies in einer Vorankündigung auf den 3. und 4. Mai hin, wenn das Pro­jekt „Schule macht Oper", das wie­derum in Zusammenarbeit mit der Musiktheater-AG des Stiftischen Gymnasiums stattfindet, im Haus der Stadt über die Bühne geht.
Die Zuschüsse der Stadt Düren seien rückläufig, führte sie weiter aus. „Helfen Sie uns, neue Sponso­ren zu gewinnen."
Über die „Bürgerstiftung  Dü­ren" berichtete Dr. Hagenau von wachsendem Kapital und öffentli­cher Anerkennung - unter ande­rem eine Einladung ins Bundes­präsidialamt.

Das Sinfonieorchester der „Cap­pella" unter Konzertmeister Kurt Collinet war an diesem Abend stil-sicher und klangschön im Einsatz. Da fehlte es wahrlich nicht an Prä­zision und klassischer Leichtig­keit. Dirigent und Orchester über­zeugten mit großem Engagement. Die Melodien blühten auf, und das Musikhören wurde uneinge­schränkt zur Freude. Zügige Tempi ließen die aufgeführten Werke frisch und unverbraucht erklin­gen.

Eröffnet wurde mit der Ouvertü­re zu „Die verkaufte Braut" von Friedrich Smetana. Der „Vater der tschechischen Musik" wurde mit innerer Dynamik und großem Far­benreichtum dargestellt.
Eine geigerisch bestechende Leistung bei einem anspruchsvol­len Solopart bot anschließend An­guelina Abadjieva. Sie verband technische Souveränität mit gro­ßer Musikalität bei Niccolö Paganinis Konzert D-Dur (Nr. l, op. 6): Hierbei kam es zu einem präzise Zusammenspiel mit dem glänzend disponierten Orchester. Johannes Esser gelang es überzeugend, die Virtuosität des Soloparts mit den Klängen des Ensembles zu verweben.

„Dauerbrenner" eines jede Neujahrskonzerts sind Werke die Wiener Strauß-Familie. Im Haus der Stadt waren alle vertreten: Vater Johann, Sohn Johann und die Brüder Joseph und Eduard. Wirkungsvoll in Szene gesetzt wurde zum Beispiel die Ouvertüre zu „Die Fledermaus" von Johann Strauß (Sohn). Den Höhepunkt der liebenswerten Spielkultur bildet traditionell bei einem Neujahrskonzert der „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß (Sohn), mit dem das Programm ausklang.Es gab viel Begeisterung und einen großen Schlussapplaus, auf den vier Zugaben folgten. Darunter fand sich eine Humoreske, bei der ein Hummelflug mit Hilfe eines Gartenschlauchs dargestellt wurde.

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