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Neujahrskonzert: Feuerwerk von Tönen und Läufen bannt die Zuhörer

| Datum: | 16. January 2008 |
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| Zeitung: | Dürener Nachrichten |
Der Gag des Abends: Trompeter Hub Nickel zeigt, was man mit einem Schlauch machen kann, ein Orchestermitglied demonstriert, wie man eine „Hummel" mundtot macht Selbst Dirigent Johannes Esser staunte. Foto: has
Paganini und Strauss, geigerische Verführungskünste und Walzerseligkeit: Das Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria im ausverkauften Haus der Stadt war wieder einmal eine Aufführung von Gute-Laune-Musik bis zu hohen musikalischen Ansprüchen.
Es zeigte einmal mehr, über welche Bandbreite das Sinfonieorchester der Cappella Villa Duria unter der Leitung von Johannes Esser verfügt. Im Mittelpunkt des Abends stand Anguelina Abadjieva, die als Solistin im virtuosen Konzert D-Dur für Violine und Orchester von Niccolö Paganini zu hören war. Es war ein Auftritt der Sonderklasse, ein Fest für die Sinne. Ein wahres Feuerwerk von Tönen und Läufen prasselte auf das Publikum nieder, dargeboten mit spielerischer Leichtigkeit und technischer Souveränität.
Exzellentes Spiel
Man war gefesselt von der Interpretation, sie erfasste die stimmungsschwankenden Launen des Werks, zog die Zuhörer in ihren Bann, In den Monologen schien der Saal kaum zu atmen, man hätte eine Feder fallen hören können. Temperamentvolle . Feurigkeit, Schmelz und Charme, die Künstlerin ließ mehr als erahnen, warum Paganini als Teufelsgeiger galt.
Auch Anguelina Abadjieva, die seit Jahren Gast im Sinfonieorchester der Cappella Villa Duria ist und die seit zehn Jahren als 1. Konzertmeisterin im WDR-Rundfunkorchester ist, beherrschte auf exzellente Weise die Möglichkeiten, die das Instrument so verführerisch wirken lassen können. Der zweite Teil des Abends war ein Melodien-Festival der Strauss-Familie. Die Ouvertüre zu „Die Fledermaus" machte den Auftakt, die „Loreley-Rhein-Klänge" erklangen vor dem „Indianer-Galopp". Auf Josef Strauss „Aquarellen"-Walzer folgte ein Wechsel zur Polka „Auf Ferienreisen". Mit „Extra-Post" und „Carmen Quadrille" von Eduard Strauss näherte man sich dem traditionellen Abschluss des Konzertabends dem „Kaiserwalzer".
Ein sehr gelungenes Neujahrskonzert mit einem Dirigenten Johannes Esser, der voller Lebensfreude auf dem Pult agierte und bei dem man manchmal gar einen „ Fehltritt" befürchten musste, aber nicht im Dirigat. Im Zugabenteil zeigte dann Trompeter Hub Nickel sejn musikalisches und komödiantisches Können. Ein umfunktionierter Schlauch mit einem Gießkannenaufsatz sorgte für verblüffende Töne und ein erstauntes, amüsiertes Publikum, das die Cappella Villa Duria mit lang anhaltendem Beifall feierte. (has)
