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Weihnachtskonzert: Norwegische Volksseele trifft deutsches Gemüt
| Datum: | 20. December 2007 |
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| Zeitung: | Dürener Nachrichten |
Norwegische und deutsche Romantik, italienische Klassik und traditionelle Weihnachtslieder umfasste das Programm der Konzertabende der Cappella Villa Duria am dritten Adventswochenende im Haus der Stadt und bestätigte einmal mehr, dass das Weihnachtskonzert des Ensembles unter der musikalischen Leitung vor Johannes Esser zu den Höhepunkten im Dürener Konzertleben gehört. Weit über 800 Zuhörer gab es an den beiden Abenden, die mit nicht enden wollendem Applaus allen Mitwirkenden dankten.
Abend der Gegensätze
Es waren Abende der Gegensätze. Werke von Edvard Grieg standen Weihnachtskompositionen gegenüber, die norwegische Volksseele traf auf deutsche Weihnachtsgemüter. So stand im Zentrum des ersten Teils Griegs wunderrbares Klavierkonzert in a-moll, gespielt von dem jungen Pianisten Fabian Müller und im zweiten Teil der Auftritt der in weiße Hemden, Shirts und Blusen gekleideten rund 150 Kinder des Unterstufenchores des Stiftischen Gymnasiums mit einer Folge volkstümlicher Weihnachtslieder, die Markus Mönkedick einstudierte. Vor dem Auftritt lobte Dr. Gisela Hagenau, die durch das Programm führte, das Engagement der Schule im Kunst- und Kulturbereich, was zwar auch bei anderen Schulen der Fall sei, jedoch „nicht flächendeckend". Ihr Appell an Schule und Politik: Mehr in diesen Bereichen zu investieren, weil es sich in Zukunft auszahlen werde. Was Förderung ausmacht, konnte man bei Fabian Müller sehen. Es war schon mehr als beachtlich, mit welcher Professionalität und Ausdrucksstärke der junge Pianist, der schon zahlreiche Preise gewonnen hat, Griegs Werk interpretierte.
Er wirkte wie ein Schlacks, den kein Wässerchen trüben konnte, um dann im Stück, das Jugend und nordische Natur beschreibt, zu „explodieren". Erst mit dem brausenden Beifall löste sich die Spannung im Publikum.
Schon der Beginn des Abends mit drei Orchesterstücken aus „Sigurd Jorsalfar" führte in Griegs Welt, aufbauend auf dem reichen Schatz der Volkslieder seines Landes, ein. Johannes Esser gelang es, mit dem Sinfonieorchester der Cappella Villa Duria eindrucksvoll diese Kompositionsweise zu vermitteln.
Erstklassige Sopranistin
Aber auch der zweite Teil des Programms mit der klassischen Weihnachtssinfonie des italienischen Komponisten Gaetano Maria Schiassi und der festlichen Choralkantate „Vom Himmel Hoch" von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit dem Oratorienchor und Solo-Auftritten von Bariton Wolfgang Tombeux und der wie immer überzeugenden Sopranistin Katharina Knoll unterstrichen den ausgezeichneten Ruf der Weihnachtskonzerte der Cappella Villa Duria.
Zum Abschluss wurde es sehr eng auf der großen Bühne im Haus der Stadt. Orchester, Chor und der Unterstufenchor stimmten mit Weihnachtsliedern auf die Festtage ein. Und die Schülerinnen und Schüler jubelten nach erfolgreichem Auftritt ihrem Lehrer Markus Mönkedick zu. Seine Arbeit mit dem jungen Chor fand aber auch den verdienten Beifall des mehr als zufriedenen Publikums. (has)
