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Jubiläumskonzert: Virtuoser, spannungsreicher Musikbogen

Datum:04. September 2007
Zeitung:Dürener Zeitung
Eindrucksvolles Jubiläumskonzert der „Cappella Villa Duria" im Haus der Stadt. Werk für Violine und Parodie
auf den Spätbarock.

Zehn Jahre Partnerschaft mit der „Cappella Villa Duria“: Johannes Esser, Dr. Robert Hanzlik, Dominik Wortig, Thomas Bonni, Katharina Knoll und Kurt Collinet (v.r.).    Foto: Koizlik

Von Anne Koizlik

Kleines Jubiläum, große Musik: Zehnjähriges Bestehen fei­erte im Haus der Stadt die „Cap­pella Villa Duria" mit einem virtu­osen, spannungsreichen Konzert. Unter der Leitung von Johannes Esser präsentierte sich die „Cap­pella" damit eindrucksvoll als Spitzenensemble der Region.

Das fesselnde Programm wurde eröffnet mit dem Violinkonzert „Armenia 88" des Zeitgenossen Alexander Arutiunian. Susanna Gregorian, wie der Komponist in Armenien geboren und Preisträge­rin internationaler Wettbewerbe, gelang eine kultivierte, spieltech­nisch makellose und eindrucks­voll selbstbewusste Interpretation. Für großen Beifall bedankte sie sich mit der „Gavotte" von Jo­hann Sebastian Bach.

Eine geistvolle und humorvolle Parodie auf die musikalische Welt des Spätbarock stellte „Der zufrie­dengestellte Autobus" dar. Kom­ponist: das Pseudonym P. P. Bach, hinter dem sich der österreichi­sche Tonsetzer Peter Planyavsky verbirgt. Das Geschehen dieser Humoreske wurde nach Düren verlegt, und so kamen auch die: „Fans von Evivo" ins heitere Spiel.
Chor, Solisten und Orchester gelang eine heitere Rekonstrukti­on des Spätbarock. Bewegung und Ausdruck waren stark differen­ziert, es fehlte nicht an Komik und Humor. Der Chor versprühte Pro­fessionalität, der Dirigent war ein geistreicher Klang-Designer: ein Meister zügiger Tempi und ge­schärfter Konturen. Den virtuosen Anforderungen wurden auch die Solisten gerecht: Kathrina Knoll (Sopran), Dominik Wortig (Tenor) und Thomas Bonni (Bass).

Engelbert Cornely, Musikken­ner aus der Voreifel, fand die Auf­führung „toll und gewagt." Ähn­lich sah es wohl auch das Publi­kum, das minutenlang Beifall spendete. Zuvor hatte Dr. Robert Hanzlik geistvoll in das Werk von P. P. Bach eingeführt.

Einen Rückblick auf zehn Jahre Cappella" hielten Dr. Gisela Hagenau und Konzertmeister Kurt Collinet. Als Höhepunkt sehen sie das „Braunfels Te Deum", das der WDR sendete. „Welche deutsche Mittelstadt kann ein solches Konzertforum aufweisen", gratulierte Bürgermeister  Paul  Lame. „Wir sind stolz auf die Cappella."

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