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Heimatverbunden und bei Erfolgen bescheiden

| Datum: | 10. April 2008 |
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| Zeitung: | Dürener Zeitung |
Am Stiftischen Gymnasium in Düren, wo er das Abitur baute, rief Professor Kurt Moll auch die „Konzertante Oper" mit ins Leben und begeistert damit den Sängernachwuchs. Archivfoto: N. Holthof
Von Anne Koizlik
Eng verbunden ist Kammersänger Professor Kurt Moll mit der Kreisstadt: Geboren in Buir, war Düren für ihn neun Jahre lang während seiner Gymnasialzeit am „Stift" die Schulstadt. Von den Anfängen an - also seit mehr als zehn Jahren - arbeitet er außerdem als Ideengeber bei der „Cappella Villa Duria" mit. Am morgigen Freitag feiert der Bassist und Weltstar seinen 70. Geburtstag.
Benefizkonzert
Dr. Gisela Hagenau, Vorsitzende des Fördervereins der „Cappella", lobt das besondere Engagement Molls für die Musikstadt Düren: So habe er sich sowohl überaus sachkundig um das Projekt „Konzertante Oper" gekümmert als auch um die Vermittlung qualifizierter Nachwuchssänger. Selbst in die Niederungen der Sponsorensuche sei er gestiegen. Darüber hinaus hat Moll durch Benefizkonzerte die Kasse der „Cappella" gefüllt.
Johannes Esser, Leiter der „Cappella", betont Molls „Heimatverbundenheit und Bescheidenheit". So habe Kurt Moll auf der Bühne im Haus der Stadt mit der gleichen Intensität gesungen wie auf der in San Francisco.
Intensiver Unterricht
Sopranistin Marion Schoeller, die das große Glück hatte, ihre Gesangsausbildung bei Kurt Moll zu absolvieren, betont die „Intensität seines Unterrichts, seine Liebenswürdigkeit und sein Verständnis für Menschen".
Kurt Molls Repertoire waren vor allem die großen Basspartien bei Mozart, Wagner und Strauss. Dabei hat er mit berühmten Dirigenten gearbeitet: mit Sir Georg Solti, Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch und Karl Böhm. Auch als Kammersänger feierte er Triumphe, so zum Beispiel mit dem Liederzyklus „Die Winterreise" von Franz Schubert.
Sein Weg über die großen Opernhäuser der Welt begann im Alter von 20 Jahren, nachdem er zuvor an der Musikhochschule Köln studiert hatte. In Bayreuth zum Beispiel debütierte er 1967. Seinen internationalen Durchbruch hatte er 1970 bei den Salzburger Festspielen als Sarastro („Die Zauberflöte" von Mozart). Auf der Bühnen der Mailänder Scala trat er 1972 als „Osmin" („Die Entführung aus dem Serail" von Mozart) auf. Und auf der Opernbühne von San Francisco war er ebenso zu Hause wie auf der „Met" in New York.
2006 verabschiedet
Im Jahre 2006 verabschiedete er sich in der Rolle des Nachtwächters in Wagners „Meistersinger von Nürnberg" bei den Münchener Opernfestspielen. Er hat aber weiterhin eine Professur für Gesangsausbildung an der Musikhochschule Köln inne.
