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Schüler können Spaß haben und Freude an der Oper entwickeln

Datum:06. May 2008
Zeitung:Dürener Nachrichten

Schüler können Spaß haben und Freude an der Oper entwickeln

Oper „Die verkaufte Braut" amüsiert das Publikum im Haus der Stadt Düren

„Ich bleibe Dir treu!" Das ehrliche Versprechen, das Ma­rie ihrem Verlobten Hans da gibt, wird für sie gar nicht so leicht einzuhalten sein. Schließlich soll Marie, die hübsche Tochter des böhmischen Bauernehepaares Kruschina und Kathinka, an den stotternden Tölpel Wenzel verhei­ratet werden. Damit Hans auf Ma­rie verzichtet, wird sie ihm vom Heiratsvermittler für eine hohe Summe abgekauft.

Interesse wecken
„Die verkaufte Braut" lautet der Titel der komischen Oper des tschechischen Komponisten Friedrich Smetana, die am Sams­tag und Sonntag von der Musik­theater AG des Stiftischen Gymna­siums zusammen mit der Cappella Villa Duria der Musikschule im Haus der Stadt präsentiert wurde. Dabei handelt es sich allerdings nicht um irgendeine Inszenie­rung, sondern um ein ganz besonderes Projekt: Im Rahmen der Pro­jektidee „Schule macht Oper? - Oper macht Schule!" kooperierten Schüler mit professionellen Solis­ten sowie Chor und Orchester der Musikschule Düren.

„Auf diese Weise soll bei Ju­gendlichen Interesse für die Oper geweckt werden", verrät Astrid Mi­chels, die schon seit vier Jahren die Musiktheater AG am Stifti­schen Gymnasium leitet und mit der Cappella Villa Duria jährlich eine große Aufführung organi­siert. Michels legt sehr viel Wert darauf, dass jeder in der Arbeitsge­meinschaft (AG) bei der Veranstal­tung mitwirkt, Spaß hat und eine Faszination für die Oper entwi­ckelt.

So beeindruckten einmal die 13- bis 20-jährigen Akteure auf der Bühne, die den Gesang und die originale Opernmusik durch Schauspiel, Tanz und interessante Moderation „doubelten" und das Publikum mit viel schauspieleri­schem Talent und bemerkenswerter Bühnenpräsenz verzauberten. Immer wieder brach der vollbe­setzte Saal in schallendes Geläch­ter oder begeisterten Beifall aus und belohnte so das rund 65 Per­sonen starke Orchester, die 60 Sänger und die 30 jungen Schau­spieler.

Happy End für alle
Großes Lob verdienen aber auch die fleißigen Hände hinter den Kulissen. Jene Schüler druckten Flyer, verfassten das Programm­heft oder kümmerten sich um die Lichttechnik und trugen so einen großen Anteil zum Erfolg der Oper bei. Ein Happy End gab es deshalb nicht nur für Hans und Marie, die mit Hilfe eines schlauen Tricks am Ende doch noch heiraten durften, sondern für alle Darsteller.

Allen Beteiligten ist eine origi­nelle Vorstellung mit erstklassiger Opernmusik, bunten Kostümen und unterhaltsamem Schauspiel gelungen.   (nz)

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