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Mitreißendes Konzert erntet stehende Ovationen

Datum:06. June 2008
Zeitung:Dürener Zeitung
„Trombonissimo!": Posaunist Professor Bachmann, Sinfonisches und Landesblasorchester im Haus der Stadt gefeiert

Unter der Überschrift „Trombonissimo!" boten der Schweizer Posaunist Professor Ar­min Bachmann, das Sinfonische Blasorchester (SBO) der Musik­schule Düren, das Landesblasor­chester (LBO) NRW und über 40 Posaunisten aus nah und fern im Haus der Stadt ein mitreißendes Konzert. Dabei war „Trombonissimo" als Superlativ für Posaune keine Untertreibung.

Eher selten steht die Posaune als Soloinstrument im Vordergrund, aber an diesem Abend zeigte Bach­mann alle Facetten posaunisti­schen Könnens - zuerst mit dem LBO und Nina Rotas „Concerto per Trombone e Orchestra". Das LBO begleitete umsichtig und wusste die in der Komposition an­gelegten orchestralen Akzente ge­konnt zu setzen. Armin Bach­mann strahlte mit seiner Posaune über allem.

Musizierfreude bewies er auch beim Werk des russischen Kompo­nisten Rimski-Korsakow, das das SBO in perfekter Abstimmung ein­fühlsam wie fordernd begleitete.

Bachmanns positive Ausstrah­lung als Pädagoge erlebten die Zu­hörer, als er seine Workshopen­sembles mit über 40 Teilnehmern im Konzert anmoderierte und diri­gierte. Auch mit dem Publikum machte er Ansatz- und Atemübun­gen - und bedankte sich bei Renold Quade, der als Motor des sin­fonischen Blasorchesters und des LBO NRW mit der Yamaha Music Central Europe die aktuelle Tour­nee geplant hat und das Wochen­ende in Düren ermöglicht hatte.

Nicht nur ernste Muse
Nicht nur Solobeiträge standen an: Das LBO eröffnete mit der „Slawischen Sinfonie" des Russen Boris Koschevnikov. Virtuos im ersten Satz, im zweiten lyrisch, ein Dorfidyll nachzeichnend, ener­gisch und mit Tempo russische Lebensart beschreibend in den Sätzen drei und vier. Aber nicht. nur die ernste Muse beherrscht das LBO: Leichtfüßig-elegant ließ es Musik von Nino Rota aus Fil­men wie „Der Pate", „La dolce Vi­ta" oder „La Strada" erklingen.

Das etwa 60-köpfige LBO, in dem übrigens auch Musiker aus Düren, Lendersdorf und Hambach musizieren, beschloss sein Pro­gramm mit March No. 4 aus' „Pomp and Circumstance" von Sir Edward Elgar. Diese britische Steil­vorlage nahm das SBO gerne auf und begann den zweiten Teil des Konzertes klangschön und in ein­drucksvoller Interpretation mit dem berühmten „Nimrod" aus den Enigma-Variationen von Ei-gar. Seine besonderen Stärken in Sachen Stilistik entwickelte das sehr jung besetzte SBO im Musi­caltitel „You Can't Stop the Beat" und einem jazzigen Streifzug durch die Musik Glenn Millers. Im „Way Down Blues" zeigte Bachmann zum Schluss locker und beschwingt eine weitere Fa­cette der Sololiteratur für Posaune.

Abwechslungsreich und geprägt von großer Spielfreude und hoher Ausführungsqualität begeisterte der Abend auf der ganzen Linie. Das Publikum entließ die Musiker mit stehenden Ovationen.

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