Presse
Bachs Flöten-Sonaten auf höchstem Niveau

| Datum: | 28. November 2008 |
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| Zeitung: | Dürener Zeitung |
Von Anne Koizlik
Die „Primadonna" der Holzblasinstrumente - die Querflöte - hatte einen starken Auftritt beim „Burgauer Schlosskonzert": In Szene gesetzt wurde sie von Michael Faust, Solonötist des WDR-Sinfonieorchesters. Duo-Partner am Cembalo war der international agierende Ilton Wjuniski. Das exklusive Projekt der beiden Musikabende bestand darin, dass alle Flöten-Sonaten von Johann Sebastian Bach zu Gehör gebracht wurden - dies auf höchstem Niveau.
Dabei kamen zwei erlesene Instrumente zum Einsatz: Faust spielte die Kopie einer Ebenholzflöte aus dem Jahre 1874, die dem Klang der barocken „flaute traverso" sehr nahe kam. W]uniski konnte das sehr gute Sassmann-Cembalo der Cappella Villa Duria einsetzen, das nach barocken Vorbildern gebaut wurde.
Dem aufmerksamen Konzertbesucher entging nicht, dass den sieben Flöten-Sonaten von Bach zwei unterschiedlichen Kompositionsformen zu Grunde lagen: zum einen die Begleitung mit dem Cembalo als Generalbassinstrument (Basso continuo); zum anderen eine Weise, bei der sich das Cembalo aus der Rolle des nur begleitenden Instruments befreit hatte und zum gleichberechtigten Partner der Flöte wurde.
Das Duo erwies sich als bestens aufeinander eingespielt und überzeugte mit einem hoch konzentrierten Spiel. Das klangliche Ergebnis fiel überaus sensibel aus: Barocker Wohlklang verband sich mit Brillanz und Transparenz. Phrasierung und Artikulation waren an eine authentische Spielweise angepasst. Darüber hinaus überzeugte das Duo mit klarem Ton und beispielhafter Genauigkeit. Dafür gab es großen Beifall der an beiden Abenden etwa 200 Zuhörer.
Begrüßt wurden das Publikum zu Beginn von Johannes Esser, Leiter der Cappella Villa Duria. Das Sonntagskonzert stellte zudem die Finissage zu der Kunstausstellung „Meisenheimer und Freunde" dar.
