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Burgauer Schlosskonzert:Tango als Dreh- und Angelpunkt

Datum:29. January 2008
Zeitung:Dürener Zeitung

Viel Applaus beim „Burgauer Schlosskonzert“ für Gitarristen Pablo Campora und Pianisten Gonzalo Gravina. Zum „Dessert“ Wein und Kulinarisches.
Von Anne Koizlik

Dreh- und Angelpunkt des Burgauer Schlosskonzertes war der aus Lateinamerika stammende Tango. Das leiseste aller Instrumente, die klassische Gitarre, die an diesem Abend durch ein Mikrofon verstärkt wurde, verband sich eindrucksvoll mit dem orchestralen Klavier. Ausführende dieser bemerkenswerten Veranstaltung im ausverkauften Konzertsaal der Hauptburg waren Pablo Campora (Gitarre), der auch durch das Programm führte, und Gonzalo Gravina (Klavier).

Im Mittelpunkt des Abends stand der argentinische Komponist Astor Piazzolla („Petit Hommage“). Er ist als Komponist und Spieler des Bandoneons, eines Instruments, das dem Akkordeon verwandt ist, in die Musikgeschichte eingegangen. Eröffnet wurde mit Tango-Interpretationen von Piazzolla, die nicht zum Tanzen, sondern zum Zuhören bestimmt sind. Dabei wurden die melancholische Stimmung und der synkopische Rhythmus dieser Musik sicher getroffen.

Piazzollas Werk über die vier Jahreszeiten, bei dem er sich angeblich von Antonio Vivaldis berühmtem Orchesterwerk inspirieren ließ, erklang an diesem Abend in einer farbenreichen Klangsprache, die die Zuhörer in ihren Bann zog: ein spannungsreicher Ausflug in die Welt der neueren argentinischen Musik.

Nach der Pause standen traditionelle Tangos und fantasievolle Eigenkompositionen auf dem Programm. Alles klang bemerkenswert, rund und schön: eine vitale Musik, die Präsenz und Wandelbarkeit verband. Da wurden das Ohr verwöhnt und die Sinne geführt. Es gab einen großen Schlussapplaus – und zwei Zugaben mit Musik von Piazzolla. Begrüßt hatte die Zuhörer Dr. Gisela Hagenau. Erstmals nach einem Burgauer Schlosskonzert wurde der Abend mit einem Glas Wein und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten im festlich eingedeckten Rittersaal beendet.

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