Presse

zurück zur Übersicht

"Cappella" lässt Musik-Lametta glitzern

Datum:16. December 2008
Zeitung:Dürener Zeitung

Die „Lieder zur Weihnachtszeit" verbreiten besonderen Zauber. Auch die Solisten überzeugen im Haus der Stadt. Großer Beifall.

Von Anne Koizlik

Es war eine rundum gelun­gene Einstimmung auf das bevor­stehende Christfest: Die „Cappella Villa Duria" hatte im „Haus der Stadt" zum traditionellen Weihnachtskonzert eingeladen.

Unter der Leitung von Johannes Esser erklang zunächst erlesene In­strumentalmusik. Auf eine Kanta­te von Felix Mendelssohn-Bartholdy folgte ein einfühlsames Altsolo. Musikalisches Lametta blinkte und glitzerte bei „Liedern zur Weihnachtszeit".

Die „Nussknacker-Suite" von Peter Iljitsch Tschaikowsky entfal­tete zu Beginn einen besonderen Zauber. Die reizenden Tonstücke wurden vom Orchester der „Cappella" mit sprechender Melodik wiedergegeben: Da gab es wahr­haftig keinen Ton, der in Routine erstarrt wäre; da fehlte es nicht an Nuancen und Sensibilität. 

D
as Einmalige von Frederic Chopins Klavierspiel brachte anschließend Yanna Penson ins Pro­gramm mit dem „Klavierkonzert Nr. 1" (op. 11). Es gelangen über­zeugend die kleinen Figuren, die Triller und Akkordbrechungen. Die junge Pianistin bekam dank­bare und wertvolle Aufgaben, de­nen sie in besonderer Weise ge­wachsen war. Das war bis ins letzte I-Tüpfelchen ausgefeilt: eine wahrhaft beglückende Darbie­tung. Für großen Beifall spielte sie als Zugabe die Miniatur „Kinder­szenen" von Robert Schumann. 

Das ebenso originelle wie bewe­gende Programm wurde nach der Pause fortgeführt mit der Choralkantate „Vom Himmel hoch" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Chor der „Cappella" traf den fest­lichen Ton sehr genau, der sich in den Texten widerspiegelte. Klang­fülle und Transparenz verbanden sich auch bei den Solisten Eva-Ma­ria Bauchmüller (Sopran) und Thomas Bonni (Bass). 

Große Vokalkunst und expressi­ve Textausdeutung standen bei „Gruß an die Heilige Nacht" (op. 62) von Max Bruch an. Der Diri­gent bewies eine glückliche Hand bei der Wahl der Solistin Beatrix Bardy (Alt).

Mit großer Stimme und „Transeamus usque Bethlehem" leitete Thomas Bonni (Bass) schließlich die Lieder zur Weihnachtszeit ein. Das entschiedene Dirigat des Lei­ters der „Cappella" war der musi­kalischen Wahrheit in besonderer Weise verpflichtet.

Durch das Programm führte mit kenntnisreichen Informationen Dr. Gisela Hagenau. Für dieses un-vergessliche, weihnachtliche Hör­erlebnis gab es großen Beifall im nahezu vollen großen Haus.

zurück zur Übersicht