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Ein Kehraus mit großer musikalischer Leuchtkraft

Datum:02. January 2009
Zeitung:Dürener Zeitung
„Konzert zum Jahresausklang" entlockt Zuhörern in St. Joachim viel Beifall. „Cappella", Marion Schoeller und Hub Nickel brillieren. 

Von Anne Koizlik

Musikalischer Kehraus zum Jahr 2008: Das Innere der Pfarrkirche St. Joachim war fest­lich und farbig ausgeleuchtet - ein stimmungsvoller Rahmen für das erlesene „Konzert zum Jahres­ausklang", das die.„Cappella Villa Duria" ausrichtete. Getragen wur­de es von Marion Schoeller (So­pran), Hub Nickel (Trompete) und Johannes Esser (Orgel). 

Orgel und Trompete beim Werk von Leopold Mozart vermittelten ein Höchstmaß an Klarheit und Brillanz. Hier hörten zwei Musiker aufeinander und zogen „an einem Strang". Das war ungemein dicht und von packender Intensität -eine authentische Darstellung und ein gelungener Auftakt. 

Faszination Stimme: Für vokale Pretiosen sorgte die Sopranistin. Bei Opernarien unter anderem von Vincenzo Bellini und Antonin Dvorak fehlte es nicht an dramati­schem Zugriff und überzeugender Gefühlswärme. Marion Schoeller überzeugte mit einer farbenrei­chen und wandlungs fähigen Ton-gebung. Ideale Voraussetzungen - nämlich eine Stimme, die in allen Lagen anspricht - bewies sie auch bei Pietro Mascagnis Intermezzo aus der Oper „Cavalleria rusticana". Die Sopranistin wurde über­wiegend sehr sensibel von Johan­nes Esser begleitet. 

Kein Lob zu hoch fielen die Or­gel-Solo-Beiträge des Leiters der „Cappella" aus. Das zog die Hörer in seinen Bann - zum Beispiel bei Variationen über „O du fröhliche" von Paul Hiller. Johannes Esser registrierte kunstvoll und entwarf ein großes musikalisches Leuch­ten. In guten Händen lag bei ihm auch das Werk (op. 145,3) von Max Reger mit Variationen über „Es kommt ein Schiff geladen". Große musikalische Architektur entstand am Ende mit der „Tocca­ta und Fuge d-Moll" von Johann Sebastian Bach.

Die Besucher in der vollen Kir­che dankten mit großem Applaus und erhielten als Zugabe ein Stück aus dem Musical „Phantom der Oper" von Andrew Lloyd Webber. 

Begrüßt hatte die Zuhörer Dr. Gisela Hagenau. Sie gedachte da­bei zweier Sympathisantinnen der „Cappella Villa Duria", die 97-jäh­rig vor wenigen Tagen verstorben waren: Christine Otten und Anne Collinet. Der Reinerlös dieses Konzerts war bestimmt für die Un­terhaltung der Klais-Orgel in St. Joachim.

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