Presse
Mit Geigenklängen im Herzen

| Datum: | 14. October 2009 |
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| Zeitung: | Dürener Zeitung |
Solisten, Kammerchor und Kammer-orchester des Dürener Konzertforums Cappella Villa Duria lieferten in der Pfarrkirche St. Urbanus in Winden eine rundum stimmige Gesamtleistung ab.
Aufführung des Konzertforums verzaubert alle Liebhaber guter Musik
Eine bessere Würdigung zum 250. Todestag von Georg Friedrich Händel ist kaum vorstellbar: Kammerorchester und Kammerchor des Dürener Konzertforums Cappella Villa Duria (CVD) feierten den Komponisten mit einer Aufführung seines Oratoriums „The Messiah" in der Pfarrkirche St. Urbanus in Winden. Dabei war das Projekt, das Oratorium ungekürzt und in Originalsprache aufzuführen, eine echte Herausforderung sowohl für die Musiker, die einen wahren Kraftakt zu leisten hatten, als auch für die Zuhörer.
Diese nahmen die Herausforderung so begeistert an, dass die Pfarrkirche so gut wie vollbesetzt war. Sie kamen mit hohen Ansprüchen, weil es sich längst herumgesprochen hat, dass CVD für musikalische Qualität steht, und verließen zweieinhalb Stunden später das Konzert mit der Erkenntnis, dass es gelungen war, ihre großen Erwartungen noch zu übertreffen. Das CVD-Kammerorchester und der Kammerchor, aus dessen Reihen auch die hervorragenden Solisten kamen, hielten das Publikum vom ersten „Tröste dich!" bis zum gewaltigen „Amen" am Schluss in Atem. Dabei hat Händel in 24 Tagen ein Oratorium geschaffen, in dem sich eine musikalische Perle an die andere reiht.
Ein Blick quer durch den Raum
Die Musiker gönnten sich zwischen den einzelnen Teilen gerade mal so viel Pause, dass es für eine angedeutete. Verbeugung und ein sekundenlanges Stimmen der Instrumente reichte. Einen offiziellen Dirigenten gab es nicht, wenn auch Johannes Esser hin und wieder den Einsatz gab und Tempozeichen setzte. Ansonsten genügte den Musikern ein Blick quer durch den Raum, um aufeinander bestens eingestimmt zu sein, den Solisten ein Augenaufschlag für den richtigen Einsatz.
Es war die Summe der hervorragenden Leistungen jedes einzelnen Chor- und Orchestermitglieds, die diese Aufführung zu einem denkwürdigen Erlebnis machten. Stellvertretend für alle seien die Solisten genannt: Katharina Bergrath und Eva Bauchmüller (Sopran), Brigitte Lenz und Ulrike Tatsch (Alt), Reinhard Meyer und Johannes Esser (Tenor) sowie Wolfgang Tombeux und Thomas Bonni (Bass).
„We shall be changed" (Wir werden alle verwandelt werden) heißt es im Messiah. Die Aufführung verließ man ein Stückchen verwandelt, im Ohr und im Herzen Geigenklänge, das Triumphieren der Trompete, den Jubel des Chores, in dem Bewusstsein, eine musikalische Sternstunde erlebt zu haben.
