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Stimmung vom alten Schlag

Datum:14. November 2009
Zeitung:Dürener Zeitung
Ein Hit das das Duo "Knubbelefuzz und Schmalbedaach" beim 2. Karnevalis-tischen Konzert, das das Publikum mit musikalischen Alltagsgeschichten und poesievollen Liedern begeisterte.    Foto: Hannes Schmitz

Das karnevalistische Konzert der KG „Närrische Norddürener" und der Cappella Villa Duria begeistert die Zuhörer im Haus der Stadt. Ein musikalischer Ausflug in die Vergangenheit.

Eine heitere, besinnliche Sessionseröffnung im ausverkauf­ten Haus der Stadt, ein Karnevalsa­bend ohne Rummel und Trubel, aber mit Weckmännern: Das na­hezu dreistündige Programm, zu­sammengestellt von der KG „När­rische Norddürener" und der Cappella Villa Duria, war ein Ausflug in die Vergangenheit. Karnevals­lieder von einst erklangen, die für das meist ältere Publikum längst zu Evergreens geworden sind.

Man sang mit und schunkelte, wenn das sehr gut aufspielende Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Renold Quade musikalische Erinnerungen an Willy Schneider weckte, der sich mit seinen Liedern von Rhein und Wein tief in das Gedächtnis der Karnevalsfreunde vom alten Schlag eingegraben hatte. Die be­schwingte Stimmung setzte sich fort bei einem Willi-Ostermann-Potpourri mit Schlagern wie „Am Dom zo Kölle", „Däm Schmitz sing Frau" oder dem „Villa Billa Walzer". Zum Gelingen trug auch ein „Banker mit Karnevalskappe", Dr. Herbert Schmidt, bei, der ge­konnt durchs Programm führte.

Ein Höhepunkt des Abends wai der Auftritt des gemischten Duos „Knubbelefuz und Schmal­bedaach". Es erinnerte mit seinem Auftritt an eine Zeit, als Karnevals­lieder die Menschen noch ins Herz trafen, präsentierte Alltagsge­schichten musikalisch erzählt, sang Lieder, durchwebt von leiser, tiefsinniger und humorvoller Poe­sie. Das Duo traf die Töne und den Geschmack des Publikums.

Kreuzfidele Chorprobe
Kreuzfidel ging es bei einer Chor­probe zu, die die Cappella Villa Duria bestritt. Da wurde Klassik zum Spaß beim „Abend im Ge­sangverein zu Bummelsdorf" mit Thomas Bonni, Reinhard Meyer, Jochen Abels, Wolfgang Tombeux und Johannes Esser. Mit­verantwortlicher künstlerischer Leiter des Abends im Jogginganzug und am Flügel: Karl Wollsei­fen.

Referenz an zwei Jecke
Eine besondere Referenz erwiesen die Veranstalter den beiden „Nar­renzunft"-Mitgliedern Karl-Augusl Ploennes und Karl-Heinz Pakulat. die viele „Dürener Lieder" schrieben, die vom Sinfonischen Blasor­chester zu einem Medley zusammengefasst wurden.

Der Abend gestaltete sich aber auch zu einem Spannungsbogen vom Humor zur Tragödie, als Her­bert Schmidt an die Zerstörung Dürens im Zweiten Weltkrieg erinnerte.   (han)             

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