Presse
Eine Hommage an den "Guru"

| Datum: | 21. November 2009 |
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| Zeitung: | Dürener Zeitung |
Würthner-Kompositionen beim Akkordeon-Konzert im Haus der Stadt Düren
Von Heike Eisenmenger
Rudolf Würthner war der „Guru" des Akkordeons. Auch 35 Jahre nach seinem Tod wird der Komponist und exzellente Akkordeonspieler immer noch verehrt. Würthners Kompositionen und Arrangements standen im Mittelpunkt des Akkordeon-Konzertes im Haus der Stadt Düren.
Beim traditionellen Jahreskonzert des 1. Akkordeonorchesters der Musikhochschule Düren stellte auch das Jugendorchester sein Können unter Beweis. Herbert Nolte, Leiter des Akkordeon-Orchesters der Musikschule Düren, hatte das Orchesters ArtAccA eingeladen. Die ambitionierten Akkordeon-Spieler von ArtAccA kommen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Im Sommer produzierte ArtAccA eine CD mit Werken von Rudolf Würthner. Die CD-Produktion, wie auch das Konzert in Düren, sind eine Hommage an den 1974 verstorbenen Musiker. Würthners Ehefrau Lore saß beim Konzert im Zuschauerraum. Den Nachlass ihres Mannes hegt die alte Dame wie einen Schatz und erlaubt nur Ausnahmemusikern Einblicke in die Aufzeichnungen.
Ausnahmemusikern wie Tobias Dalhof, Leiter des Akkordeonorchesters ArtAccA. Der 26-Jährige und Herbert Nolte kennen sich schon lange. Dalhof war Mitglied des Jugend-Landesorchesters, das Nolte früher leitete. Heute ist Dalhof Berufsmusiker und einer der besten Akkordeonspieler Deutschlands. Den musikalischen Auftakt gestaltete das 1. Akkordeon-Orchester Düren mit einem Marsch aus der „Ballett-Suite" von, Hans Brehme, das wie alle vorgetragenen Stucke von Würthner arrangiert wurde.
Bei der Ouvertüre „Die seidene Leiter" (Rossini) standen die beiden großen Orchester gemeinsam auf der Bühne. Dirigiert wurde das Zusammenspiel von Herbert Nolte, der Träger der Rudolf-Würthner-Medaille ist.
Beim vierten Stück „Wassermusik" von Händel hielt Noltes Tochter Andrea den Dirigentenstab in den Händen. Bei der „Märcheninfonietta" unter der Leitung von Andrea Nolte hatte der Nachwuchs seinen Auftritt.
Wie facettenreich und mitreißend Akkordeon-Klänge sein können, zeigte sich vor allem beim „Tango Espanol", dirigiert von Dalhof. Abgerundet wurde das Konzert rund um das Schaffen von Rudolf Würthner mit einer Ausstellung.
Gezeigt wurden historische Fotos und Originaldokumente, die das Leben eines Mannes nachzeichnen, der auch 35 Jahre nach seinem Tod der „Guru" für Akkordeonspieler ist.
