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Meister ihres Fachs wissen zu begeistern

Datum:02. December 2009
Zeitung:Dürener Zeitung
Yamato Hasumi (Laute), Stefan Palm (Cembalo), Sarah Tausendfreund (Sopran), und Matthias Purrer (Violoncello, v. L), begeisterten mit ihrem Konzert in der Kirche „Mariä Heimsuchung" gut 120 Zuhörer.   Foto: B. Elberfeld

Von Bruno Elberfeld

Barockmusik durchdringt die Kirche „Maria Heimsuchung" beim Konzert der Capella Villa Duria. Quartett spielt zart und virtuos.

Wenn die Cap­pella Villa Duria ruft, kommen die Musikbegeisterten in Scharen. Sie wissen, dass Johannes Esser, Leiter der Cappella, mit seinen Mitarbei­tern immer wieder eine vorzügli­che Auswahl trifft. So auch am Adventsonntag in der Kirche „Ma­ria Heimsuchung" in Frauwüllesheim. Auf dem Programm stand vornehmlich Barockmusik: Werke von Georg Friedrich Händel, Se­bastian Bach, John Dowland, Girolamo Frescobaldi, Esaias Reusner, Joseph Bodin de Boismortier, Antonio Vivaldi, Charles Gounod und Zoltan Kodaly - allesamt Komponisten, die für ihre besinn­lich-geistlichen Stücke bekannt sind.

In der Szene bekannt
Ausgewählt hatten die Werke der Komponisten drei Musiker und eine Sopranistin, in der Szene und darüber hinaus als Könner und Meister ihres Fachs gehandelt: aus Japan, aber schon lange in deut­schen Landen in Sachen Musik unterwegs, Yamato Hasuml, der an der Hochschule für Musik in Köln Laute studierte. Er wirkte auch schon beim Gürzenichorchester Köln, beim Concerto Köln, dem SWR-Sinfonieorchester und dem Concertgebouw Amsterdam mit.

Begeisternd für die Menschen im idyllischen Kirchenraum, wie zart und virtuos der Lautist die Saiten seiner verschiedenen Lauten zupfte. Stefan Palm bewies sein Können am Cembalo und in einem Zwischenspiel an der Kir­chenorgel. Der gebürtige Saarbrücker legte an der Hochschule für Musik in Köln - einmalig in der Geschichte der Hochschule - drei Examen ab: für Orgel, Klavier und Cembalo. Er studierte unter anderem in New York, belegte Meister­kurse bei vielen musikalischen Größen, heimste nationale und internationale Preise ein und un­terrichtet heute privat im Rahmen von internationalen Meisterklas­sen. Seit dem Jahr 2000 ist er Kan­tor an St. Marien in Neuss.

Matthias Purrer stammt aus Augsburg, studierte Violoncello in Dresden, wirkte an der Sächsi­schen Staatskapelle (Semperoper) mit und spielt regelmäßig in den Orchestern des Bayerischen Rund­funks und des WDR. Der Musiker lebt heute in Aa­chen, lehrt an der Musikschule Düren und ist Solocellist der Cappella Villa Duria.

Trotz starker Erkältung hatte die Sopranistin Sa­rah Tausendfreund nach Frauwüllesheim gefunden. Sie passte mit ihrer vollen Stimme, die das Rund des kleinen Kirchleins manchmal zu sprengen drohte, hervorragend zur Runde der drei Instrumentalisten.

 

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