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Klang-Delikatessen zum Weihnachtsfest

Datum:16. December 2009
Zeitung:Dürener Zeitung

Die Cappella Villa Duria beschert den Zuhörern im Haus der Stadt einen reichen Kunstgenuss. Große Lebendigkeit.

In Bestform: Chor und Orchester der Cappella Vila Duria unter der Leitung von Jhannes Esser beim Weihnachtskonzert im Haus der  Stadt, hier zusammen mit der Solistin Katharina Bergrath.     Foto: Hahn

Von Christoph Hahn

Wenn Musikschulleiter Jo­hannes Esser zusammen mit den Mitgliedern von Chor und Or­chester der Cappella Villa Duria zum Weihnachtskonzert ins Haus der Stadt einlädt, dann lassen die Dürener (aber nicht nur sie) sich nicht lange bitten. In Scharen strömen Musikliebhaber dann herbei, weil sie wissen: Auf sie war­tet Kunstgenuss vom Allerfeinsten. So war es auch dieses Mal - der Saal im Haus der Stadt war ausverkauft, als Johannes Esser dort vor erwartungsvoll gespann­tem Publikum seinen Taktstock hob.

Haydns D-Dur-Konzert

Schon rasch wurde deutlich, mit welchen Klang-Delikatessen der Dirigent und seine künstlerischen Mitstreiter ihre Zuhörer verwöh­nen wollten und konnten: Nicht zuletzt dank des Solo-Cellisten Jo­hannes Wohlmacher, der in der gleichen Funktion beim Kölner WDR-Sinfonieorchester eine he­rausragende Position bekleidet, verströmte Joseph Haydns D-Dur-Konzert eine Lebendigkeit und eine Eleganz, wie sie auch in die­sen Tage selten anzutreffen ist.

In anderem Sinn gilt das auch für Teil I des Oratoriums „Die Schöpfung", dem Chor und Or­chester unter Essers Leitung eine atmende Weite und große Leben­digkeit mitgaben. Einen wesentli­chen Beitrag zum Gelingen der In­terpretation leisteten hier die drei Gesangssolisten Katharina Berg­rath (Sopran), Walter Drees (Te­nor) und Thomas Bonni (Bariton) mit ihren ebenso beweglichen wie ausdrucksstarken Stimmen.

Doch wiewohl die Cappella Vil­la Duria im Jahr 2009 einen Haydn-Schwerpunkt setzt (mit gu­tem Grund, denn der Tod des Komponisten jährt sich heuer zum 200. Mal), wussten die Aus­führenden in diesem von Dr. Gise­la Hagenau charmant und kennt­nisreich moderierten Konzert auch mit Werken aus anderer Fe­der zu überzeugen.

Die Ouvertüre zu Mozarts Oper „Die Zauberflöte" verströmte den Adel des Geistes, aus dem sie ge­schaffen wurde - ebenso wie die Motette „Exsultate, jubilate", bei der Katharina Bergraths bewegli­cher und strahlkräftige Stimme dem großen Wolfgang Amadeus sicher sehr zur Freude gereicht hätte.

Mit weihnachtlich gestimmten Werken für Chor und Orchester wie dem „Transeamus" des 1936 geborenen Briten Colin Mawby, dem „Offertorium" des Wieners Anton Diabelli (1781-1858) und Liedern wie „Stille Nacht, heilige Nacht" klang das rund dreistündi­ge Konzert aus. 

Es hatte reichen Kunstgenuss beschert und dabei den Zuhörern das Herz erwärmt - eine nicht ge­ringe Leistung gerade in dieser Zeit.

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