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Hervorragender Chor und ausdrucksstarke Solisten

Datum:21. December 2009
Zeitung:Dürener Zeitung
Die Cappella Villa Duria begeistert mit einem eindrucksvollen Konzert das Publikum in der Lendersdorfer Kirchen St. Michael

Die konzertante Aufführung des „Weihnachtsoratoriums" von Bach durch die Cappella Villa Duria war ein besonderes vorweihnachtliches musikalisches Erlebnis. Alle Mitwirkende trotzten den eisigen Temperaturen im Kirchenraum und boten eine bemerkenswerte außerordentliche Leistung.          Foto: Hannes Schmilz

Mit einem Paukenschlag begann ein eindrucksvolles Kon­zert der Cappella Villa Duria in der Lendersdorfer Pfarrkirche St. Mi­chael. Die konzertante Auffüh­rung der ersten drei Kantaten von Johann Sebastians Bachs „Weih­nachtsoratorium" war geprägt von einer faszinierenden Klangkultur. Ein hervorragender Kammerchor und ausdrucks-starke Solisten be­eindruckten durch Stimmgewalt und akribische Artikulation, klangliche Einheit und Wohl­klang. Die Beständigkeit großer Musik ließ sich erfassen oder zu­mindest erahnen. Das Ensemble unter der musikalischen Leitung von Johannes Esser führte in be­sinnliche Momente, weg von der Hektik des vorweihnachtlichen Geschehens, vom Stress dieser Zeit. Zuhören und Genießen stand im Vordergrund, Abtauchen in klangliche Erlebnisse, verstärkt durch die Atmosphäre in der Kir­che und einer Aufführung voller Energien und lebendiger Span­nungen. Jedes Chorstück war ein Genuss und den vier Solisten ge­lang es, Faszination auszustrahlen. Die Altistin Almuth Herbst und die Sopranistin Eva Bauchmüller erreichten, der Weihnachtsge­schichte mit klanglicher Schön­heit und stimmlichem Volumen eine besondere Bedeutung zu ge­ben. Dazu trugen auch Jeffrey Krueger, Tenor, und Wolfgang Tombeux, Bass, bei. Überzeugend auch das Kammerorchester mit seiner beeindruckenden Einheit­lichkeit, das kultiviert wie ergrei­fend musizierte. Kein leichter Part für die Musiker und Instrumental­solisten an diesem Abend, die trotz der kühlen Temperaturen im Kirchenraum ihren Instrumenten wohlklingende Töne entlockten. Gleiches gilt für den Kammerchor, der sich ebenfalls nicht von der Kälte beeinflussen ließ und mit den gut verteilten Stimmlagen ei­nen wunderbaren räumlichen Klang schuf, Erhabenheit und Enthusiasmus der musikalischen Vorlage bestens umsetzte. Das Publikum im sehr gut besuchten Gotteshaus dankte für die musika­lischen Leistungen mit lang an­haltendem Beifall und für Auffüh­rungen der Cappella Villa Duria mit beinahe selbstverständlichen stehenden Ovationen.          (han)

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