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Von Lampenfieber keine Spur

Datum:13. January 2010
Zeitung:Dürener Zeitung
Von Lampenfieber keine Spur

Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria mit junger Pianisten Anarita Hitaj

Spielte virtuos: die junge Pianisten Anarita Hitaj beim Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria.     Foto: Schmitz

Von Hannes Schmitz

„Feux d'artifice", ein Werk von Claude Debussy, gab es als Zu­gabe. Zuvor hatte das Publikum im vollbesetzten Haus der Stadt schon ein „Feuerwerk" erlebt. Im Mittelpunkt des Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria stand die erst 15-jährige Anarita Hitaj, die einen glänzenden Eindruck als So­listin des Konzerts für Klavier und Orchester Nr. 2 f-moll von Frédéric Chopin hinterließ.


Voll des Lobes war daher auch ihr Förderer, der Langerweher Pia­nist Heribert Koch, der als Mit­glied einer international besetzten Jury beim Wettbewerb „Pianist i Ri" in Albanien das Talent kennen lernte und seitdem die Ausbildung übernommen hat. Für die junge Albanerin war der Auftritt im The­ater Düren ihr Orchesterdebüt. Hilfreich zur Seite stand ihr Johannes Esser, musikalischer Leiter und Dirigent des Sinfonieorchesters der Cappella Villa Duria, der es verstand, das Orchester zu zü­geln oder auf Begleitung zu redu­zieren, damit das Spiel der Pianis­tin volle Wirkung entfalten konn­te. Es war imponierend, wie Hitaj das Werk interpretierte. Nichts war von Lampenfieber zu spüren, sondern mit einer scheinbar inne­ren Ruhe spielte sie den Solopart, ließ ihre Virtuosität erkennen.

Tiefe Gefühle und Poesie
„Flinke Finger" reichen alleine nicht aus, um Chopin gerecht zu werden. Emotionalität ist erfor­derlich, um dem Konzert, das von tiefen Gefühlen und Poesie durchzogen ist, sein Bedeutung zu ge­ben. Das Publikum war beein­druckt von der Art, wie die Pianis­tin, trotz ihrer noch jungen Jahren, sich diesen Herausforderun­gen stellte, zeigte mit starkem Ge­fühl und immensen Ausdruck was das Werk des polnischen Kompo­nisten auszeichnet.

Begonnen hatte der Konzerta­bend mit russischer Musik. Mit der Ouvertüre zur Oper „Ein Le­ben für den Zaren" von Michael Glinka, zeigte die Cappella Villa Duria schon, warum das Konzert­forum, wie es Gisela Hagenau in ihrer Moderation formulierte, „keine Konkurrenz aus umliegen­den Städten scheuen muss".

Walzer und Polka bestimmten den zweiten Teil des Konzertes, träumerische Glückseligkeit und schwungvolle Tänze. Leichtigkeit war angesagt, zum Mitsummen und Mitklatschen, von der Ouver­türe aus der Operette „Der Zigeu­nerbaron" bis zur „Annen-Polka" und dem traditionellen Schluss des Abends dem „Kaiserwalzer".

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