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Lebendiges Bild von großartigem Klavierkomponisten gezeichnet

Datum:03. March 2010
Zeitung:Dürener Zeitung
Von Hannes Schmitz

Leicht, zart, aufwühlend: Heribert Koch
und seine Hommage an Chopin

Von zart bis stürmisch: Pianist Heribert Koch gelang es, den unverwech­selbaren Klang der Werke Chopins zu vermitteln.  Foto: Schmilz

Vor rund zweihundert Jah­ren wurde Fryderyk Franciszek Chopin geboren. Aus diesem Grund veranstaltete das Konzert­forum der Cappella Villa Duria einen.Klavierabend, in dessen Mit­telpunkt der deutsch-französische Pianist Heribert Koch mit einer Hommage an Frederic Chopin stand. Ein Abend, der den Zuhö­rern im vollbesetzten Saal auf der Hauptburg von Schloss Burgau noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Eindrucksvoll führte Heri­bert Koch seine herausragenden pianistischen Fähigkeiten vor. Es waren aber nicht nur die musikali­schen Leistungen, die beeindruck­ten, sondern auch seine kurzweili­gen Moderationen, in denen er den Zuhörer ein lebendiges Bild vom großartigen Klavierkompo­nisten zeichnete.

Eine repräsentative Auswahl
Frederic Chopin galt zu seinen Lebzeiten als Begründer eines neu­en, bis dahin nicht gekannten Kla­vierstils. Er zählte zu den bekann­testen Klaviervirtuosen seiner Zeit und hat mit seinen Kompositio­nen, bestehend aus Klavierkonzer­ten, Etüden, Balladen, Nocturnes, Preludes, Walzer, kleineren Mu­sikstücken, Mazurkas das musika­lische Leben der Pariser Salons we­sentlich beeinflusst. Das Pro­gramm des Schlossabends enthielt eine repräsentative Auswahl aus dem Gesamtwerk Chopins. Be­kanntes war zu hören, wie die Po­lonaise A-dur oder die Zwölf Etü­den sowie die Mazurka in h-MoIl. Heribert Koch gelang es, den Konzertbesuchern den leichten, zarten, aufwühlenden, stürmi­schen und kontrastreichen Klang der Werke Chopins zu vermitteln. Er beherrschte sein Instrument, ließ die Töne im Dienst der Musikalität stehen. Alles wirkte leicht, geradezu verspielt, wenn er die Stücke vortrug oder den musikali­schen Bogen zu Liszt, Szymanowski und Skrjabin spann. Ein musi­kalisches Fest für die Sinne, das das Publikum mit einem lang an- haltenden Applaus honorierte.

Der in Langerwehe beheimatete Pianist Heribert Koch erhielt seine Ausbildung zunächst an den Mu­sikhochschulen Köln und Karlsru­he und besuchte darüber hinaus Meisterkurse zum Beispiel bei Tat-jana Nikolajewa und Mieczyslaw Horszowski. Besonders prägend wurde schließlich die Begegnung mit Peter Feuchtwanger, bei dem er in London seine Studien fort­setzte, und dem er in der Folge wiederholt bei seinen Meisterkur­sen assistierte.

Als Pianist setzt er sich neben der Pflege des Standardrepertoires immer wieder für seltener gespiel­te Werke ein, die er oftmals in Form moderierter Konzertpro­gramme präsentiert. Mit diesen „Lecture Recitals" gastiert er nicht nur im Rahmen renommierter Konzertreihen, sondern ist regel­mäßiger Gast internationaler Fachkongresse, unter anderem der EPTA (European Piano Teachers Association). Heribert Koch ist Mitglied des Präsidiums der EPTA Deutschland (European Piano Te­achers Association), Juror interna­tionaler Wettbewerbe, gibt Meis­terkurse und hält Vorträge zu kla­vierpädagogischen Themen.

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