Presse
Galaktische Klänge faszinieren

| Datum: | 19. November 2010 |
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| Zeitung: | Dürener Zeitung |
Nach „Wusels Abenteuer im Wettraum", gemeinsam gespielt vom Akkordeon-Jugendorchester und den Akkordeon-Minis halten, Dirigentin Andrea Nolte (links) und die Erzählerin Irene Wollseifen Ausschau nach Velibor Stank, der üblicherweise die Akkordeon-Minis leitet. Foto: cd
Akkordeon-Orchester widmen sich unendlichen Weiten des Weltraums
Zahlreiche Akkordeons ruhten auf der Bühne im Haus der Stadt. Dann kamen die Musiker heraus, schnallten ihre Instrumente um und zeigten den rund 220 Zuschauern, was einem Kasten mit Faltenbalg und Tastatur alles zu entlocken ist. Zur Einstimmung gab es noch bekannte Töne mit der spritzigen Ouvertüre „Donna Diana" von Emil Nikolaus von Reznicek.
Das Akkordeon-Orchester der Musikschule Düren und das Jugend-Akkordeonorchester unter der Leitung von Andrea Nolte und Herbert Nolte gaben im Rahmen des Konzertforums der Cappella Villa Duria ihr jährliches Konzert. Als Gäste hatten sie das Akkordeon-Orchester Harmonika-Harmonie Aachen unter dem Dirigat von Holger Klose eingeladen, zu dem sie schon seit längerem freundschaftliche Verbindungen pflegen. Dieses Orchester ergänzte und verstärkte nicht nur die Dürener, sondern beide Orchester traten mit dem „Mars" (aus der Orchestersuite „The Planets" von Gustav Holst) und dem Arrangement von „Star Wars" (John Williams, bearbeitet von Ralf Schwarzien) auch gemeinsam auf.
„Die Monde des Saturn"
Das Wagnis, ein derart ungestümes, manchmal bedrohlich wirkendes Stück wie „Mars" aufzuführen, hat sich jedoch gelohnt. Mit den Aachener Musikern und unterstützt von Pauke und Schlagzeug gelang es, die monumentalen, teils ungewohnten, galakti-schen Klangeffekte erstklassig herauszuarbeiten und die Klangfarben des Orchesters zu entfalten. Überhaupt leuchtete das Thema Weltraum im fast zweistündigen Konzertprogramm immer wieder auf. Die „Ballade" von Fritz Dobler und drei Sätze aus „Die Monde des Saturn" von Stefan Hippe präsentierten sie den Zuhörern. „Dione, Helene und Thetys" hießen die drei Sätze, die die Zuhörer abermals in den Weltraum entführten und mit faszinierenden Klängen fesselten.
Nach der Pause sausten fein und gelenkig die Finger des Jugend-Akkordeonorchesters über die Tastaturen und brachten zauberhaft die „Heitere Suite" von Rudolf Würthner hervor. Wie sich gekonnt Musik und Geschichten verbinden lassen, zeigten Jugend und Akkordeon-Minis. Sie spielten „Wusels Abenteuer im Weltraum" von Sebastian Klein, während Irene Wollseifen zwischen den Sätzen die Geschichte dazu erzählte. Mit dem Stück „A Discovery Fantasy" brillierte das Aachener Akkordeon-Orchester. Das gewaltige „Star Wars"-Finale bestritten Dürener und Aachener wieder gemeinsam. Es war ein außergewöhnliches Konzert, das vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurde. (cd)
